Pulmasoft
Menu
Direkt zum Seiteninhalt

Hausstaubmilben Allergie - Fragen und Antworten

Mein Sohn leidet unter einer starken Hausstaubmilbenallergie. Besonders schlimm wird es nachts. Was kann ich tun?

Viele Hausstauballergiker bekommen gerade Nachts Beschwerden, denn im Bett ist die Milbenkonzentration besonders hoch. Daher ist zu konsequentem Allergenschutz im Schlafbereich geraten.

Hier einige Tipps:

Nicht die Milben an sich, sondern ihre winzigen Kotballen machen rund 10 Millionen Menschen in Deutschland zu schaffen. Die Milbenkonzentration ist im Bett besonders groß, darum haben Hausstaub-Allergiker gerade nachts Beschwerden. Der Allergenschutz beginnt darum im Schlafzimmer.

  • Überziehen Sie Matratzen, Decken und Kissen mit allergendichten Bezügen (sogenannten Encasings), über die Sie normale, möglichst kochbare Bettwäsche ziehen.
  • Waschen Sie Bettwäsche häufig und lüften Sie regelmäßig, um die Feuchtigkeit zu vertreiben.
  • Lassen Sie Wäsche nicht im Freien trocknen.
  • Kuscheltiere, von Kindern geliebte Schlafbegleiter, sollten ab und zu für drei Tage in der Gefriertruhe verschwinden und regelmäßig gewaschen werden.
  • Tiere haben im Schlafbereich nichts zu suchen.
  • Ziehen Sie sich besser im Bad als im Schlafzimmer um, denn dabei werden besonders viele Hautschuppen aufgewirbelt.
  • Aufstellung eines Luftreiniger - dieser filtert Partikel und Allergene aus der Raumluft.

Für den optimalen Schutz sollten alle Betten eines Raumes mit allergendichten Encasings ausgestattet sein – also auch das Bett des Partners oder der Geschwisterkinder.

Reicht Allergenschutz im Schlafbereich aus?

Mit dem Allergikerschutz beginnen Sie sinnvollerweise im Bett, denn dort ist der Kontakt zu den Allergenen am intensivsten. Erst wenn die hier ergriffenen Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, überprüfen Sie auch das Schlafumfeld: Befinden sich Staubfänger wie voluminöse Vorhänge oder Bücherregale in unmittelbarer Umgebung? Kann ggf. der Teppichboden durch einen glatten Bodenbelag ersetzt werden?

Unser Sohn leidet an einer Hausstauballergie. Nun erwarten wir ein zweites Kind. Was kann ich vorbeugend tun?

Für Geschwisterkinder ist Vorbeugung sehr wichtig – das hat die Wissenschaft inzwischen eindeutig nachgewiesen. Denn bei erblicher Vorbelastung besteht ein erhöhtes Allergierisiko. Für die komfortable Prävention eignen sich unsere speziellen Allergikerdecken und -kissen mit integriertem Allergie-Schutz.

Auch bei der Ernährung sollten Sie aufpassen: Kinder, die das erste halbe Jahr voll gestillt werden, entwickeln später weniger häufig Allergien. Besteht in der Familie ein erhöhtes Allergierisiko, empfehlen Ärzte, auch noch bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres zu stillen und allergene Lebensmittel wie Nüsse, Kuhmilch, Ei und Fisch zu meiden.

Wo kann ich als Hausstauballergiker am besten Urlaub machen?

Eine schlagartige Besserung tritt meist in der schadstoff- und allergenarmen Luft an Nordsee- oder Höhenkurorten auf. Da die Hausstaubmilbe in Höhen über 1200 Metern nicht überleben kann, empfiehlt sich besonders ein Aufenthalt im Hochgebirge.

Wie wasche ich so, dass Milben aus Textilien verschwinden?

Am wichtigsten ist das Waschen der Betttextilien. Bettwäsche sollten Sie häufig wechseln, Encasings am besten im Mai und September waschen, da dann die Allergenkonzentration am höchsten ist.
Betten und Bettwäsche sollten bei 60 oder 95 Grad waschbar sein. Milben sterben bei einer Wassertemperatur von 60 Grad nach einer knappen halben Stunde. Doch nicht alle Waschprogramme moderner energiesparender Maschinen halten diese Temperatur im 60-Grad-Programm auch lange genug ein. Erkundigen Sie sich daher sicherheitshalber beim Hersteller Ihrer Maschine. Einige Modelle bieten auch ein 75-Grad-Programm.

Welche Waschmaschine eignet sich am besten?

Beim Kauf einer Waschmaschine sollten Sie hochwertigen Fabrikaten den Vorzug geben, die Allergikerschutz bieten. Ein hoher Wasserstand und zusätzliche Spülgänge sorgen dafür, dass Allergene besser ausgespült werden.

Worauf muss ich beim Putzen besonders achten?

In Polstermöbeln können sich Milben ansammeln. Sie sollten vor allem ältere Sofas und Sessel daher regelmäßig reinigen. Unproblematisch hingegen sind Ledermöbel - sie bieten Milben keinen Lebensraum.

Wenn Sie selbst eine Hausstaubmilbenallergie haben, sollten Sie das Staubsaugen möglichst jemand anderem überlassen, denn beim Saugen wirbelt viel Staub auf. Staubsauger mit Allergikerfilter sorgen für geringere Belastung der Luft beim Saugen.
Zurück zum Seiteninhalt